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Die Versorgung mit Vitaminen

Kann der Körper Vitamine selbst produzieren?

Nein, grundsätzlich ist der menschliche Körper nicht in der Lage, die benötigten Vitamine selbst herzustellen.
Deshalb müssen die täglich benötigten Vitamine grundsätzlich von außen über die Nahrung oder Vitaminpräparate zugeführt werden.

Woher bekommen wir unsere täglichen Vitamine?

Die Hauptquelle für unsere tägliche Versorgung mit Vitaminen ist die Nahrung.
Allerdings sind die einzelnen Vitamine in vielen Lebensmitteln von Anfang an in sehr unterschiedlichem Maße vorhanden. So kommen manche Vitamine in einigen Nahrungsmitteln gar nicht vor; dafür sind andere Vitamine aber in hohen Konzentrationen enthalten.
Zusätzlich wird der Vitamingehalt einzelner Lebensmitteln wesentlich durch die Rahmenbedingungen für den Anbau bzw. die Herstellung beeinflußt:
Einflußfaktoren auf den Vitamingehalt von Obst und Gemüse:
z. B. Klima, Bodenbeschaffenheit, Sorte, Düngung, Reifegrad, Erntemethoden und Lagerung
Einflußfaktoren auf den Vitamingehalt in Fleisch oder Eiern:
z. B. Fütterungs- und Haltungsmethoden.
Um eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen sicherzustellen, ist daher eine vielseitige und ausgewogene Ernährung wichtig. Realistischerweise haben aber viele Menschen nicht immer die Zeit oder Lust, frische Nahrung zuzubereiten und zu sich zu nehmen, um sich somit optimal zu ernähren. Statt dessen wird immer häufiger "Convenience-Produkten" und nährstoffarmer "Fast Food" der Vorzug gegeben.

Vitaminmangel - heute?

Vitaminmangelkrankheiten wie z. B. Skorbut kennen wir aus alten Piraten- und Seefahrergeschichten. In unseren heutigen, modernen Industrienationen sind diese und andere Mangelkrankheiten (Berberi oder Pellagra) kaum mehr anzutreffen.

Ein Mangel an Vitaminen entsteht immer dann, wenn das Vitamin nicht in genügender Menge zugeführt wird und die körpereigenen Depots aufgebraucht sind. Über einen längeren Zeitraum kann der Körper nur Vitamin A und Vitamin B12 speichern. Alle anderen Vitamine können nur in sehr geringem Umfang gespeichert werden; deshalb können zum Teil schon nach nur wenigen Tagen bis Wochen leichte Mangelzustände entstehen.

Auf eine regelmäßige Zufuhr an Vitaminen ist daher stets besonders zu achten!

In unseren Breitengraden bekommt heute ein großer Teil der Bevölkerung zu wenig Vitamine. Dies zeigt sich meistens in Form eines Mangels; dies ist immer dann wahrscheinlich, wenn

  • auf der einen Seite die Ernährung einseitig oder unausgewogen ist, und
  • auf der anderen Seite ein erhöhter Bedarf an einem oder mehreren Vitaminen besteht.

Wer hat einen erhöhten Bedarf an Vitaminen?

In vielen Situationen hat der Körper einen über das Normalmaß hinaus erhöhten Vitaminbedarf oder verbraucht die Vitamine schneller. Dies trifft keineswegs nur in sehr ungewöhnlichen oder extremen Zustände zu; vielmehr sind es häufig sogar ganz alltägliche oder normal Situationen; z. B.

  • Menschen, die sich unausgewogen ernähren
    (z. B. Zeitmangel oder Diät)
  • Menschen unter erhöhter körperlicher Belastung
    (z. B. durch Arbeit oder Sport)
  • Jeder, der regelmäßig Medikamente einnehmen muß
    (z. B. Antibiotika)
  • Frauen, die die "Pille" nehmen
  • Frauen während ihrer Periode
  • werdende Mütter und Stillende
  • Vegetarier
  • Raucher
  • Personen mit erhöhtem Alkoholkonsum

Auch ältere Menschen, ernähren sich meist nicht ausgewogen und nehmen daher nicht ausreichend Vitamine zu sich.

Ebenso steigt der Vitaminbedarf, wenn man krank ist, oder sich von einer Krankheit erholt.

 

Wie wirkt sich ein Vitaminmangel aus?

Erste Anzeichen für eine unzureichende Vitaminversorgung können

z. B. Appetitverlust, Müdigkeit und Abgespanntheit, Konzentrationsmangel, Reizbarkeit, Teilnahmslosigkeit und Schlafstörungen sein - also unspezifische Symptome, die unsere Lebensqualität beeinträchtigen, grundsätzlich aber auch andere Ursachen haben können.

Mittlerweile weiß man außerdem, daß eine Reihe unserer heutigen Zivilisationskrankheiten im Zusammenhang mit einer unzureichenden Vitaminversorgung auftreten können.

Sollten sich die Symptome nach einigen Tagen oder Wochen nicht bessern oder gar verschlechtern, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

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