Feuchtigkeitsaufnahme von SteckverbindernDer wichtigste Parameter zum Vermeiden von Blasenbildung in Steckverbindergehäusen ist die Kontrolle der Feuchtigkeit in den spritzgegossenen Teilen. Blasenbildung tritt nach Übersättigung des Gehäuses mit Wasserdampf auf. Viele der Oberflächenmontagen (SMT) auf Leiterplatten werden in Fernost durchgeführt. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten, wie sie dort herrschen, können zur Sättigung der Steckverbinder mit Feuchtigkeit führen. Zu den Faktoren für die Entstehung von Blasen zählen Wanddicke, prozentuale Feuchte im Formteil, Geschwindigkeit der Steckverbindererwärmung und Spitzentemperatur im Reflow-Prozess. Je höher die Spitzentemperatur, desto niedriger der zulässige Feuchtigkeitsgehalt. Bleifreie Lötmittel erfordern höhere Spritzentemperaturen, sodass mit vermehrter Blasenbildung zu rechnen ist. Mit dem anhaltenden Trend zum bleifreien Löten stoßen die heuten Handlingverfahren für Steckverbinder an ihre Grenzen.
Feuchtigkeitsaufnahmegrad
Schutz der Teile vor erhöhter Wärme und Luftfeuchtigkeit erhöht ihre Lagerfähigkeit und minimiert die Blasenbildung. Je kürzer die Teile derartigen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind, desto geringer die Neigung zur Blasenbildung. |
Durchmesser der Formteile
Spritzgegossene Teile aus Stanyl mit Wanddicken bis maximal 0,5 mm zeigen eine sehr schnelle Feuchtigkeitsdesorption und selbst bei den erhöhten Wärmeprofilen bleibfreier Lötprozesse für Leiterplatten keine Blasenbildung. Die ermittelten Empfindlichkeitsstufen für Bauteile und die entsprechende Norm (IPC/JEDEC J-STD-033A) bestimmen die geeigneten Handlingverfahren (Verpackung, Lagerung und Lagerplan). Die Mehrzahl der nicht aus Flüssigkristallpolymeren (LCP) gespritzten Steckverbinder fällt in die Stufen 2 bis 5a gemäß IPC/JEDEC J-STD-020B MSL und erfordert folgende Verpackung nach J-STD-033A
Diese Industrienorm dient Steckverbinderherstellern und Leiterplatten-Montagebetrieben als Richtschnur, um Montage- und Produktivitätsprobleme aufgrund von Blasenbildung im Steckverbindermaterial während bleifreien SMT-Prozessen zu minimieren. |
