Könnte eine höhere Vitamin-D-Zufuhr im Kindesalter der weltweiten Diabetes-Epidemie ein Ende setzen?

By:  Daniel Raederstorff, principal scientist at DSM Nutritional Products

Könnte eine höhere Vitamin-D-Zufuhr im Kindesalter der weltweiten Diabetes-Epidemie ein Ende setzen?

Zusammenfassung

  • Diabetes ist ein globales Problem und kann langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit, unter anderem von Augen und Herz, haben  
  • Die Ursache für Typ-1-Diabetes ist unklar, jedoch wurden genetische Faktoren und eine niedrige Vitamin-D-Zufuhr mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht  
  • Die Forschung zeigt, dass eine erhöhte Vitamin-D-Zufuhr im Kindesalter die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Typ-1-Diabetes erheblich verringern kann 

Die weltweite Anzahl an Menschen mit Diabetes steigt rasch an. Während 1980 noch 108 Millionen Erwachsene unter der Erkrankung litten, waren es im Jahr 2014 schätzungsweise bereits 422 Millionen.1 Diabetes stellt nicht nur an sich ein ernsthaftes Problem dar, sondern kann zu zahlreichen weiteren gesundheitlichen Problemen, wie dem Verlust des Sehvermögens führen. Darüber hinaus steht die Erkrankung in einem engen Zusammenhang mit der Herzgesundheit, da sie zu einem hohen Blutdruck und erhöhten Cholesterinwerten beiträgt, die wiederum als Risikofaktoren für Herzinfarkte zu betrachten sind.2 In etwa 90 - 95 % der Fälle handelt es sich um Typ-2-Diabetes, der durch Veränderungen des Lebensstils verhindert und/oder in den Griff bekommen werden kann. Beim Typ-1-Diabetes, bei dem der Körper kein Insulin produziert, handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, weshalb die Ursachen deutlich schwerer auszumachen sind.3   

Diabetes bekämpfen 

Seit Jahren untersuchen Forscher die Risikofaktoren für Typ-1-Diabetes. Es wird davon ausgegangen, dass die Genetik eine Rolle in der Krankheitsentwicklung spielt, da Verwandte ersten Grades erheblich häufiger mit Diabetes diagnostiziert werden als nicht verwandte Personen.4 Zudem wurden Kuhmilch, virale Infekte sowie niedrige Vitamin-D-Konzentrationen im Blut als mögliche Auslöser genannt.5

Frühzeitig ansetzen: Vitamin D im Kindesalter

Eine aktuelle Beobachtungsstudie untersuchte die Wirkung von Vitamin D auf Kinder mit einem erhöhten genetischen Risiko.In der über sechs Monate in den Vereinigten Staaten und Europa durchgeführten Studie wurden über 8.000 Personen beobachtet. Die Ergebnisse zeigten, dass ein höherer Vitamin-D-Status im Kindesalter mit einem niedrigeren Risiko für die Entwicklung eines Typ-1-Diabetes bei Kindern verbunden war.  

Diese und zahlreiche andere wissenschaftliche Belege untermauern die Bedeutung von Vitamin D, insbesondere in Form von Präparaten zur Nahrungsergänzung, für den Schutz junger Menschen vor Diabetes.7,8 Bei der EURODIAB Substudy 2 Study Group handelte es sich beispielsweise um eine Studie, für die Daten von 820 Patienten und 2.335 Kontrollpersonen aus ganz Europa erfasst wurden. Die Ergebnisse zeigten durch die Bank, dass eine Nahrungsmittelergänzung durch Vitamin D eine proaktive Wirkung in der Kindheit haben können und dass aktiviertes Vitamin D bei anfälligen Personen zu einer Immunmodulation beitragen kann.9 

Es gibt außerdem Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass Vitamin D bei der Behandlung von mit Typ-1-Diabetes verbundenen gesundheitlichen Komplikationen, wie endothelialer (die innerste Wandschicht von Blutgefäßen) Dysfunktion, seinen Platz hat. In einer aktuellen Studie wurde die Wirkung einer Nahrungsmittelergänzung mit Vitamin D bei Jugendlichen, die bereits mit Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurden, untersucht. Es wurde herausgefunden, dass eine Behandlung mit dem Nährstoff mit einer Verbesserung der endothelialen Funktion sowie einer reduzierten Ausschüttung von Entzündungsmarkern im Urin einhergeht, ohne dass offensichtliche negative Auswirkungen festgestellt wurden.10

Vitamin-D-Werte hochfahren 

Es ist wichtig, dass Menschen verstehen, wie sie ihren Vitamin-D-Spiegel am besten erhöhen können. Zwar kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung einen Großteil der empfohlenen Tagesdosis zahlreicher Nährstoffe bereitstellen, jedoch ist Vitamin D von Natur aus nicht in vielen Lebensmitteln enthalten. Der häufig als „Sonnenvitamin“ bezeichnete Nährstoff wird in Folge von Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Menschen, die viel Zeit drinnen verbringen oder überwiegend durch Kleidung bedeckt sind, leiden mit höherer Wahrscheinlichkeit unter einem Mangel, insbesondere wenn sie in Gegenden mit eingeschränkter Sonneneinstrahlung leben.   

Es ist wichtig, dass Menschen verstehen, wie sie ihren Vitamin-D-Spiegel am besten erhöhen können. Zwar kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung einen Großteil der empfohlenen Tagesdosis zahlreicher Nährstoffe bereitstellen, jedoch ist Vitamin D von Natur aus nicht in vielen Lebensmitteln enthalten. Der häufig als „Sonnenvitamin“ bezeichnete Nährstoff wird in Folge von Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Menschen, die viel Zeit drinnen verbringen oder überwiegend durch Kleidung bedeckt sind, leiden mit höherer Wahrscheinlichkeit unter einem Mangel, insbesondere wenn sie in Gegenden mit eingeschränkter Sonneneinstrahlung leben.   Für diese Gruppen können angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel eine einfache, sichere und effektive Methode zur Erhöhung der Vitamin-D-Zufuhr darstellen. Eine Studie von DSM untersuchte, wie Gesundheitsdienstleister in Europa Nahrungsergänzungsmittel wahrnehmen und fand heraus, dass Vitamin D das Nahrungsergänzungsmittel ist, das Patienten am häufigsten insbesondere durch Allgemeinmediziner empfohlen wird .11 Dies ist zwar positiv zu bewerten, bezieht sich jedoch nicht speziell auf die Diabetesprävention, und es ist unwahrscheinlich, dass die Empfehlungen diejenigen ohne bestehende gesundheitliche Probleme erreichen, die sie dazu veranlasst haben, ärztlichen Rat einzuholen. Eine zusätzliche Aufklärung, insbesondere von Eltern gefährdeter Kinder, ist maßgebend für die weltweite Erhöhung der Vitamin-D-Zufuhr zum Schutz vor Diabetes. Schwangere Frauen mit Typ-1-Diabetes können ebenfalls von einer Beratung zur Nahrungsmittelergänzung durch Vitamin D profitieren, da neue Forschungsergebnisse auf einen Zusammenhang zwischen einer unzureichenden Zufuhr und der Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt hindeuten.12

Published on

16 November 2017

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Verweise

[1] World Health Organisation, ‘Global report on diabetes’, 2016. Available at: http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/204871/1/9789241565257_eng.pdf. Accessed on: 6 November 2017.

[2] Diabetes.co.uk, ‘How does diabetes affect the body?’, 2017. Available at: http://www.diabetes.co.uk/how-does-diabetes-affect-the-body.html. Accessed on: 7 November 2017.

[3] Centers for Disease Control and Prevention, ‘At a glance 2016: Diabetes’, 2016. Available at: https://www.cdc.gov/chronicdisease/resources/publications/aag/diabetes.htm. Accessed on: 6 November 2017.

[4] World Health Organisation, ‘Genetics and diabetes’, nd. Available at: www.who.int/genomics/about.Accessed on 9 November 2017. 

[5] M. Knip et al, ‘Environmental triggers and determinants of type 1 diabetes’, Diabetes, Vl 54, 2005.

[6] J. Norris et al., ‘Plasma 25-Hydroxyvitamin D Concentration and Risk of Islet Autoimmunity’, Diabetes, Vol 66, Issue 11.

[7] C. Zipitis, ‘Vitamin D supplementation in early childhood and risk of type 1 diabetes: a systematic review and meta-analysis’, Disease in Childhood, Vol. 93, issue 6, 2008.

[8] E. Hyppönen, ‘Intake of vitamin D and risk of type 1 diabetes: a birth-cohort study’, The Lancet, Vol 358, Issue 9292, 2001, p 1500-03. 

[9] The EURODIAB Substudy 2 Study Group, ‘Vitamin D supplement in early childhood and risk for type I (insulin-dependent) diabetes mellitus’, Diabetologia, vol 42, Issue 1, 1999, p 51–54.

[10] L. Deda, ‘Improvements in peripheral vascular function with vitamin D treatment in deficient adolescents with type 1 diabetes’, Pediatr Diabetes, 2017. Available at: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/pedi.12595/abstract Accessed on: 15 November 2017.

[11] DSM, ‘Perception of nutritional supplements’, 2017.

[12] M.Vestgaard et al., ‘Vitamin D insufficiency, preterm delivery and preeclampsia in women with type 1 diabetes – an observational study’, Acta Obstet Gynecol Scand, vol 96, issue 10, 2017, p 1197-1204.

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